10 Jahre: Gräfenberger Sportbündnis

 

Das Gräfenberger Sportbündnis besteht seit November 2009 offiziell nach der konstituierenden Sitzung von damals 7 Sportvereinen. Kontakte mit mehreren Sportvereinen bestanden schon früher. Seit 2006, dem Beginn der etwa 50 Neonazi-Aufmärsche in Gräfenberg, die unter dem Motto "Denkmäler sind für alle da" angemeldet wurden, nahmen zahlreiche Sportlerinnen und Sportler regelmäßig an den Gegendemonstrationen teil. Ziel war es von allen Gegendemonstranten, den Ewiggestrigen zu zeigen, dass ihr Gedankengut in unserer Gegend nichts zu suchen hat.

 

An der grundsätzlichen Zielsetzung der Interessengemeinschaft hat sich seitdem nichts geändert – auch wenn in unserer unmittelbaren Umgebung die Neonazi-Aufmärsche offiziell nicht mehr stattfinden. Neonazis sind aber weiterhin in der Region immer wieder zu beobachten. Vordringlich geht es im Gräfenberger Sportbündnis um den Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Rassismus und Gewalt. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt in der Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen in den Sportvereinen und mit Schulen.

 

Das Gräfenberger Sportbündnis wurde im November 2009 als „Projekt Fairness, Respekt und Toleranz im Sport – für eine demokratische Gesellschaft“ offiziell ins Leben gerufen. Mittlerweile sind zehn Sportvereine aus dem Gräfenberger Umland im Gräfenberger Sportbündnis aktiv. In diesen Vereinen sind etwa 6.000 Sportlerinnen und Sportler organisiert. Jeder dieser Vereine hat mehrere Abteilungen. Die Fußballabteilungen bilden in diesen Vereinen den Schwerpunkt. Im Fußballbereich werden zunehmend auch Mädchen- und Frauenmannschaften betreut.

 

Die Vereine verfügen über ein vielfältiges Spektrum an Leistungen: Gymnastik, Volleyball, Tennis, Turnen, Wandern, Leichtathletik, Ski, Kegeln, Tanzen und vieles mehr. Neben Mannschaftssportarten werden auch Individualsportarten angeboten. Eine sehr erfolgreiche Triathlonabteilung ist in einem der beteiligten Vereine aktiv.

 

Das Sportbündnis ist seit Jahren in der Allianz gegen Rechtsextremismus vertreten und arbeitet im Koordinierungsgremium an der Vorbereitung von Entscheidungen mit. Die Allianz gegen Rechtsextremismus und die Interessengemeinschaft Fairness, Respekt und Toleranz (ebenfalls 2009 gegründet) verfolgen gleichgeartete Ziele.