Weihnachtsfeier des ASV Forth am 21. Dezember 2019 -

Ansprache des 1. Vorstands Martin Hofmann

 

Weihnachten und Jahreswechsel bieten sich immer wieder an, einen Rückblick auf das vergangene Jahr zu werfen und einen Ausblick auf das kommende Jahr zu geben.

Es ist schon eine lange Tradition, dass der ASV Forth zur jährlichen Weihnachtsfeier Vereinsmitglieder und Ehrengäste einlädt - so auch in diesem Jahr wieder am 21. Dezember 2019. Wie alljährlich ist das Vereinsheim eine bestens geeignete Lokalität, eine derartige Feier durchzuführen. Der 1. Vorstand des Vereins, Martin Hofmann, führte wieder durch das umfangreiche Programm mit dem Rückblick und den vielen Ehrungen. 

Ein wesentlicher Schwerpunkt seiner Weihnachts- und Neujahrsansprache war dem Gräfenberger Sportbündnis gewidmet, das am 13. November 2019 sein 10-jähriges Bestehen in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste im Historischen Rathaus in Gräfenberg feiern konnte. Ausführlichen Informationen hierzu sind an verschiedenen Stellen der Homepage des Sportbündnisses zu finden. 

Nachfolgend nun ein Auszug aus der Weihnachtsansprache von Martin Hofmann bei der Weihnachtsfeier des ASV Forth am 21. Dezember 2019 (Besten Dank  für die Überlassung des Redemanuskripts): 

„Weihnachtsansprache 2019 

Meine sehr verehrten Damen und Herren, 

liebe Sportfreunde, 

wenn man das Geschehen und die Entwicklung in unserer Gesellschaft, in unserem Gemeinwesen, mit nur einigermaßen offenen Augen und Ohren verfolgt, dann bleiben da ganz wesentliche Veränderungen nicht verborgen. Die Denkweisen, die persönlichen Einstellungen, haben sich gravierend verändert. 

Nur die Politik scheint gut zu sein, die jedes individuelle Bedürfnis erfüllt.  Die Egozentrik, eine nie gekannte „Ich-Bezogenheit“, grassieren wie ein Fieber und erschüttern unsere Grundordnung. Kaum einer ist noch bereit, seinen eigenen, finanziellen dafür zu leisten, seinen finanziellen Vorteil auszugleichen. Diese Worte stammen nicht von mir, sondern von einem führenden Kommunalpolitiker aus Bayern. 

Warum sage ich das so eindringlich ? 

Es ist ganz einfach so, dass sich diese Denkweisen auch auf die unteren Gesellschaftsbereiche, und damit natürlich auch auf unser Vereinswesen, übertragen. Das befruchtet nicht unbedingt unsere Arbeit. Im Laufe des heutigen Abends werden wir auf diese Grundthematik immer wieder zurückkommen. 

Wir müssen uns daher immer wieder auf unsere Grundwerte besinnen. Die Entscheidung, was wichtig und was weniger wichtig ist, liegt in unserem eigenen Ermessen. 

Aus dieser überzeugenden Erkenntnis heraus möchte ich eine ganz besondere, eine sehr beeindruckende Geburtstagsfeier vom 13.11.2019 in den Fokus meiner heutigen Ausführungen stellen; an diesem Tag feierte das „Gräfenberger Sportbündnis“ mit vielen hochrangigen Festgästen seinen 10. Geburtstag. 

„Die Welt ist bunt – der Sport auch“: Unter diesem bewegenden Motto wurde am 27.11.2009 im Evang. Dekanat Gräfenberg das Gräfenberger Sportbündnis gegründet. Grund dafür waren die ständigen Nazi-Aufmärsche in Gräfenberg und die damit verbundene Gefahr, dass sich dieses Gedankengut verbreitet – auch in den Sport hinein. 

Heute gehören diesem freiwilligen Vereinsverbund der SC Egloffstein, SV Ermreuth, FC Eschenau, ASV Forth, TSV Gräfenberg, SV Hiltpoltstein, SG Rüsselbach, FC Stöckach, FC Thuisbrunn und die SpVgg Weißenohe an. Diese Vereine repräsentieren rund 6.500 Vereinsmitglieder. Der ASV Forth arbeitet seit der Gründung sehr nachhaltig in dieser Vereinsgemeinschaft mit. 

Fairness, Respekt und Toleranz im Sport – NEIN zu Gewalt, Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung und Antisemitismus – das ist das Credo, das Leitmotiv des Gräfenberger Sportbündnisses. 10 Jahre erfolgreichen Wirkens für diese Zielsetzungen liegen inzwischen hinter uns. Wir setzen uns nach wie vor ein für ein respektvolles Miteinander von Jung und Alt, von Einheimischen und Fremden, von gewohnten und fremden Kulturen – für ein friedvolles und gewaltfreies Miteinander, insbesondere im Sport. Das sind doch eigentliche Selbstverständlichkeiten – oder nicht ?? 

Durch Aufklären, Sichtbarmachen, Sensibilisieren und durch eine verständliche Präventionsarbeit fördert dieses Bündnis die Humanität, die Achtung und die Integration von Personen mit Migrationshintergrund und anderer Kulturen.

Eine Schwerpunktaufgabe des Bündnisses besteht darin, insbesondere der jungen Generation in den Mitgliedsvereinen diese benannten Tugenden, diese Werte, diese Verhaltensweisen zu vermitteln. Der Sport, bekanntlich die schönste Nebensache der Welt, soll von einem einvernehmlichen und toleranten Miteinander geprägt sein. Gleichwohl geht es natürlich auch darum, jegliche Versuche zu unterbinden, die Vereine durch rechtsextremen Gedankengut zu unterwandern. In unserem Verein war das erfreulicherweise noch nicht der Fall; ich hoffe sehr, dass das auch so bleibt.

 

Diese Werte und diese Zielsetzungen müssen durch die Mitgliedsvereine gelebt und im täglichen Vereinsleben auch umgesetzt werden. Was wollen uns eigentlich diese Wertevorstellungen sagen: 

Fairness bedeutet Rücksichtnahme auf die Anderen, auf die sportlichen Mit- und Gegenspieler, auf das eigene Verhalten. Es bedeutet auch die Bereitschaft, einen Fehler einzusehen und dafür gerade zu stehen. 

Respekt ist eigentlich ein ganz normales, ein alltägliches, Wertemerkmal. Darunter fällt die Achtung, die Akzeptanz, die Wertschätzung des Anderen. Respekt ist ein Gegenstück zum Individualismus oder zum Egoismus. 

Gerade im Sport muss der Andere, der Gegenspieler, immer als gleichberechtigter Mensch gesehen und geachtet werden. 

Die Toleranz ist in erster Linie die Akzeptanz einer anderen Meinung, einer anderen Einschätzung, einer anderen Gesinnung, einer anderen Herkunft oder einer anderen Hautfarbe. Und gerade diese Toleranz hat in Bezug auf die Herkunft und die Hautfarbe durch die weltpolitischen Veränderungen der letzten Zeit eine völlig neue Bedeutung erhalten. 

Auch unsere christliche Grundeinstellung verpflichtet uns, diese Werte, diese Zielsetzungen, aktiv zu vertreten und in unser Alltagsleben, über den Sport hinaus, einzubringen. Das erwartet Euer Verein – das ist eine klare Aufforderung für die Einhaltung dieser Werte. 

Das mitmenschliche und sportliche Gedankengut des Gräfenberger Sportbündnisses muss täglich gelebt und umgesetzt werden. Dazu sind alle aktiven Sportler und alle Mitglieder unserer Vereine, natürlich auch alle Sportler des ASV Forth, aufgerufen. 

Auf Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt kann es nur eine richtige Antwort geben: die „Rote Karte“. 

Dazu rufe ich Euch auf; wenn unsere Sportler, wenn unser Verein, die Werte des Gräfenberger Sportbündnisses ohne Wenn und Aber nach innen und außen vertreten, dann zeigen wir auch die Wichtigkeit und die Wertstellung von Grundüberzeugungen. Und darin kommt dann auch der Wesensinhalt der Weihnachtsbotschaft klar und unmissverständlich zum Ausdruck. 

Liebe Sportfreunde, 

in wenigen Tagen wird auch das Jahr 2019 in unsere Geschichtsbücher eingehen. Aus einer gewissen Tradition heraus möchte ich unsere Weihnachtsfeier auch zum Anlass nehmen, das Vereinsjahr 2019 in aller Kürze und ohne jeden Vollständigkeitsanspruch zu bilanzieren und mit einem Ausblick in das, was vor uns steht, zu verbinden.   ……….“

 In der vollständigen Weihnachtsansprache folgte ein Rückblick über das Kalenderjahr 2019. Einen breiten Spielraum nahmen außerdem die  Ehrungen verdienter Vereinsmitglieder, Sportler und Jubilare ein. Impressionen und Ehrungen können in der Homepage des ASV Forth aufgerufen werden:

 

http://asvforth.de/neuigkeiten/impressionen-der-weihnachtsfeier-2019

http://asvforth.de/neuigkeiten/mitgliederehrungen-beim-asv-forth