GEMEINSAM für Fairness, Respekt und Toleranz

Schulungen und Workshops

Der Gesamtjugendleiter und Leiter des Frauenfußballes Herr Michael Friedrich vom ASV Forth ist nicht nur Mentor für Schulungen und Workshops, sondern er organisiert und betreut sie auch. Die Jugendarbeit beim ASV Forth möchte er wieder zum Kernthema machen:

„Mit einer Reihe von Schulungen und Ausbildungen sind wir auf einem guten Weg. Damit wir dieses Ziel erreichen, benötigen wir viele Freiwillige. Die rege Beteiligung an den Ausbildungen zeigt die hohe Bereitschaft für die Weiterbildung unserer Betreuer. Erfreulich ist, dass auch von anderen Vereinen das Schulungsangebot angenommen wird. Unterstützt wird das Vorhaben von der Interessengemeinschaft „Fairness, Respekt und Toleranz im Sport“ sowie vom Bürgerforum Gräfenberg. Gemeinsam erreichen wir unsere Ziele.“

 

Erfolgreicher Abschluss der dezentralen Ausbildung Fußballtrainer C unter Federführung des 1. FC Eschenau im November 2015
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FIGHT CLUB LIGHT – Gesunder Umgang mit Kraft und Aggression

Die B-Jugendmannschaft des ASV Forth ist Spitze: 1. Platz in der Herbstmeisterschaft in der laufenden Saison. Wie aber sieht es mit der Wertung im Fairplay-Wettbewerb aus? Die U17-Mannschaft belegt hier einen der hinteren Ränge. „Schade, muss das so sein?“, fragten sich der Abteilungsleiter Fußball Michael Friedrich und der Trainer der Mannschaft Daniel Kaul.

10 Spieler der Mannschaft trainierten beim Workshop „FIGHT CLUB LIGHT“ am 16. Februar 2012 in der Sporthalle des ASV Forth mit dem Sozialpädagogen und Selbstbehauptungstrainer Michael Posset aus Nürnberg. Kampfsport Boxen? Kann das gut gehen? Ja, es ging sogar hervorragend und sehr schnell gut. Die Spieler waren trotz der anfänglichen und berechtigten Skepsis begeistert.

Sport ist immer ein Wettkampf. Es gibt klare Spielregeln, die einzuhalten sind. Dafür sorgen auf dem Fußballplatz die Schiedsrichter, so sollte es zumindest sein. Für klare Spielregeln und Ansagen sorgte Michael Posset am Abend mit ruhiger, aber fester Stimme. Sorgfältig vorbereitet auf einen 2-Runden Boxkampf traten nach etwas mehr 2 Stunden Vorbereitung die Spieler zu einem Wettkampf an, gecoacht von Mannschaftskollegen und natürlich vom Selbstbehauptungstrainier. Die zuschauenden Spielern bildeten die Ringbegrenzung. Zwei Minuten Boxkampf können verdammt anstrengend und lang sein! Da tut die Ringpause gut, in der – wie im echten Boxkampf - die Kontrahenten vom Trainer instruiert und für die zweite und letzte Runde vorbereitet wurden. Auffallend war, dass die zweite Runde ruhiger und gezielter geboxt wurde. Das lag nicht (nur) an der schwindenden Kraft, sondern an den Erfahrungen aus der ersten Runde und an den Ratschlägen der Mannschaftskollegen. Generell wurde in der zweiten Runde wesentlich fairer miteinander umgegangen als in der vorangegangenen. Grobe Fouls gab es den ganzen Abend keine.

Der Spielführer Veith-Felix Vogl bringt es auf den Punkt: „Wir sind eine leistungsstarke Mannschaft, jeder steht für jeden ein. Leider lassen wir uns manchmal provozieren und fangen uns Strafen ein. Nach dem heutigen Boxtraining handeln wir ruhiger und respektieren den anderen. Ich glaube, wir können das heute Erlernte auf das Fußballspiel übertragen. Den Mitspieler schätzen, achten, das hat uns der Umgang mit Aggressionen gelehrt. Und das beim Boxen, das im allgemeinen als brutal gilt…“

Auch der 1. FC Eschenau führte bereits am 4. Februar den Workshop für Jungen ebenfalls äußerst erfolgreich durch. Dieses Angebot richtete sich an die D-Jugendspieler (Jahrgang 1999/2000). Da diese Mannschaft sich noch im Formierungsprozess befindet, mussten leider in der Hinrunde viele Niederlagen von den Jugendlichen hingenommen werden. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich Unmut, Aggression und Frust innerhalb und außerhalb der Mannschaft breitmachten. Für den neuen und jungen Trainer Robert Pilatus manchmal keine leichte Aufgabe. Zwar hat er seine Jungs gut im Griff, da er selbst neben Fußball auch Boxamateur ist. Dennoch ist Gewaltprävention und der Umgang mit den emotionalen und physischen Veränderungen gerade zu Beginn der Pubertät eine große Herausforderung für die Verantwortlichen. Umso erfreulicher war es, dass die Jugendlichen freiwillig einen Samstag geopfert haben, um sich begleitet von Michael Posset, mit ihren Kräften und Grenzen auseinander zusetzten. Dieser Workshop war mehr als nur eine teambildende Maßnahme. Jeder einzelne Teilnehmer hatte hier die Möglichkeit sich und seine Mannschaftskollegen besser kennenzulernen. Während eines gemeinsamen Mittagessens konnten die Jugendlichen auch noch rege miteinander diskutieren. Viele Eltern haben dieses Angebot sehr begrüßt und bestätigten, dass die Jugendlichen total erschöpft, aber ausgeglichen nach Hause gekommen sind.

Die eigene Kraft kontrollieren. Boxen kristallisiert sehr stark und klar Stärken und Defizite. Aggressi¬onen erleben, Aggressionen auf sich wirken lassen und daraus die richtigen Konsequenzen ziehen, ist die Quintessenz des Workshops.

Teilnehmer

Foto: privat
Spieler der D-Jugend des 1. FC Eschenau beim Selbstbehauptungstraining „Gesunder Umgang mit Kraft und Aggression“ mit dem Sozialpädagogen Michael Posset aus Nürnberg.

Teilnehmer

Foto: privat
Teilnehmer des Workshops in Forth mit Trainer Michael Posset und Fußballer der B-Jugend (Jahrgang 1995/1996) sowie mit einigen Vereinsvertretern.

Teilnehmer

Foto: privat
Vorbereitung vor dem 2-Runden-Boxkampf unter Anleitung des Selbstbehauptungstrainers Michael Posset in Forth

Teilnehmer

Foto: privat
Zwei Fußballer vor dem Kampf in ungewohnter Situation. Der Sozialpädagoge Michael Posset gibt letzte Anweisungen (in Forth)

Artikel im Fränkischen Tag vom 29.02.2012:
http://www.infranken.de/nachrichten/sport/lokalsport/forchheim/Graefenberger -Sportbuendnis-Jugend-uebt-den-Gegner-zu-achten;art291,256949

 

Bildungsreise nach Berlin (9. bis 11. November 2011)

Die Lokale Koordinierungsstelle für die Bundesprogramme „VIELFALT TUT GUT“ und „TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN“ organisierte eine Bildungsreise nach Berlin für die Mitglieder der Begleitausschüsse, der Projektträger, für Teilnehmer der geförderten Projekte und die drei Bündnisse gegen (Rechts-) Extremismus im Landkreis Forchheim. Gefördert wurde diese Fahrt im Rahmen des Bundesprogramms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“. Das Gräfenberger Sportbündnis wurde im Jahr 2010 im Rahmen des Bundesprogramms VIELFALT TUT GUT gefördert. Projektträger war im Jahr der Förderung das Bürgerforum Gräfenberg, formal vertreten durch den Verein zur Förderung von Demokratie, Toleranz und Menschenrechten Gräfenberg e.V. Mittlerweile arbeitet das Gräfenberger Sportbündnis autark und ist stark vernetzt.

Am straff organisierten Besuchsprogamm nahmen auch vier Teilnehmer des Gräfenberger Sportbündnisses teil. Zentrale historische Stätten von Ost-, West- und Gesamt-Berlin waren das Ziel. Vom imposanten Hauptbahnhof ging es zum Bundeskanzleramt und Reichstagsgebäude, durchs Brandenburger Tor, zu den Gedenkorten Holocaust-Mahnmal, Topographie des Terrors und Berliner Mauer. Stellvertretend für die vielen Besuchshöhepunkte werden nachstehend einzelne Ereignisse herausgegriffen.

Sehr beeindruckend ist das Deutsch-Russische Museum in Berlin-Karlshorst. Hier wurde faktisch der Zweite Weltkrieg beendet. Nach der dreistündigen Führung hatten die Teilnehmer Gelegenheit, sich anhand der vielen Schautafeln und Dokumente vertiefend zu informieren und die Eindrücke auf sich wirken zu lassen.

 

Teilnehmer

Foto: privat
Teilnehmer der Bildungsreise vor dem Deutsch-Russischen Museum. Auf der Gedenktafel (links) ist in kyrillisch und deutsch zu lesen: „In diesem Gebäude wurde am 8. Mai 1945 die bedingungslose Kapitulation des faschistischen Deutschland unterzeichnet.“

 

Teilnehmer

Foto: privat
Am 8. Mai 1945 wurde in diesem Saal die bedingungslose Kapitulation Deutschlands unterschrieben. Die Reiseteilnehmer schauen aufmerksam zum Film zur Kapitulation und hören gespannt die Erläuterungen dazu.

 

Kaum ein anderer Ort spiegelt so eindrucksvoll die 45-jährige Geschichte politischer Verfolgung in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR wieder wie die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.

 

Teilnehmer

Foto: privat
Gedenkstätte Hohenschönhausen. Ort des Schreckens!

 

Teilnehmer

Foto: privat
Eine Besichtigung der Gedenkstätte ist nur mit einem Begleiter möglich. Kaum mehr vorstellbar ist heutzutage das Leid und das Elend der Inhaftierten. In der Gedenkstätte übernahm ein ehemaliger Insasse und Historiker die Führung. Die schrecklichen Erlebnisse während seiner Haftzeit vor mehr als drei Jahrzehnten im DDR-Gefängnis hinterließen tiefe, nachhaltige Spuren.

 

Teilnehmer

Foto: privat
Teilnehmer der Bildungsreise im Zellentrakt der Gedenkstätte Hohenschönhausen.

 

Die Politik kann und darf bei einer Berlin-Reise natürlich nicht zu kurz kommen. Im Rahmen eines Informationsvortrages erfuhren wir Wissenswertes über die Aufgaben, Arbeitsweisen und Zusammensetzung des Parlaments sowie über die Geschichte und Architektur des Reichstagsgebäudes. Beeindruckend war der Kuppelbesuch.

Vor der Rückreise am 11.11.11 stellten sich die drei Bundestagsabgeordneten unseres Wahlkreises den Fragen der Reisegruppe. Für die vielen Fragen und Anregungen war leider die verfügbare Zeit zu knapp.

Teilnehmer

Foto: privat
Diskussionsrunde mit den Bundestagsabgeordneten Frau Anette Kramme (SPD), Thomas Silberhorn (CSU) und Sebastian Körber (FDP).

 

Gemeinsam sind wir stark

Am 12. und 19. Oktober 2010 fand beim ASV Forth das Seminar „Gemeinsam sind wir stark“ für Teilnehmer des ASV  und weiteren Vereinen statt. „Gemeinsam sind wir stark" wurde vom Deutschen Kinderschutzbund Landesverband Bayern entwickelt. Maria Boge-Diecker, Geschäftsführerin des Deutschen Kinderschutzbundes Landesverband Bayern: „Sport ist ein effektives Mittel, um Aggressionen abzubauen. Nur die Stimmung kann auch umschlagen. Gewalt auf dem Spielfeld ist leider keine Seltenheit. Der Umgang mit Konflikten im Mannschaftsgefüge erfordert bei Trainerinnen und Trainern viel Aufmerksamkeit und Sensibilität. Das Sportprojekt mit dem Untertitel ‚Für Spaß an Sport und Fairem Spiel’ leistet hier Hilfe."
Im Vordergrund des Seminars stehen deshalb die Stärkung der eigenen Betreuerpersönlichkeit und der wertschätzende Umgang mit Kindern und deren Eltern. „Die Teilnehmer erhalten verschiedene Methoden als individuell einsetzbares Handwerkszeug im Trainings- und Spielalltag. Sie bekommen weitreichende pädagogische Angebote, die dabei helfen sollen, Problemherde zu erkennen und Lösungsstrategien zu entwickeln. Gemeinsam mit dem Referenten suchen sie Antworten auf ihrer dringendsten Fragen aus dem Trainingsalltag", erklärte die Referentin Ilona Schwertner-Welke.

Teilnehmer

Die Teilnehmer sowie die Referentin Ilona Schwertner-Welker (2. von rechts), Herr Haas vom Bürgerforum Gräfenberg (3. stehend von rechts) und der Gesamtjugendleiter Michael Friedrich (2. stehend von links).

 

Rolle Trainer

 

„Bleib im Spiel" *)

An diesem Workshop beteiligten sich 15 Sportler. Folgende Schwerpunkte wurden am 29. November und am 06. Dezember 2010 behandelt:

  • Allgemeine Anforderungen an den Betreuer im Umgang mit Kindern
  • Struktur - Satzung und Spielordnung des BFV
  • Organisation des Spielbetriebs
  • Verhalten bei Verletzungen
  • Sensibilisierung für den Themenkomplex "Prävention vor Nikotin, Alkohol, Drogen, sexueller Gewalt und Rassismus"
  • Fußball ist mehr als ein 1:0 - d. h. es soll auch außerhalb des Platzes Aktivitäten geben
  • Aufsichts- und Verkehrssicherungspflichten

 *)Textübernahme aus nachstehendem Link:
http://ergebnisse1.bfv.de/cms/seiten/2096.html

 

 "Fit für Kids **)

Am 30. November und 07. Dezember 2010 wurden Kleinfeld-Trainern in einem Workshop wichtige Grundlagen vermittelt:

  • allgemeine Anforderungen an den Betreuer im Umgang mit Kindern
  • Struktur, Satzung und Spielordnung des BFV
  • Organisation des Spielbetriebs einer Kleinfeldmannschaft
  • Verhalten bei Verletzungen
  • Kleine Regelkunde
  • Fußball ist mehr als ein 1:0 - d.h. es soll auch außerhalb des Platzes Aktivitäten geben
  • Aufsichts- und Verkehrssicherungspflichten

An den beiden Abenden nahmen 18 Jugendleiter und Betreuer an der Wissensvermittlung teil.

**) Textübernahme aus nachstehendem Link:
http://ergebnisse1.bfv.de/cms/seiten/2098.html

 

Ausbildung zum Trainerschein C-Breitensport - Profil Kinder und Jugendliche 

Ein wesentlicher Schwerpunkt in der Aus- und Weiterbildung ist der Erwerb des Trainerscheins C-Breitensport. Mehr als 20 Sportler aus unterschiedlichen Sportvereinen nehmen derzeit an der Ausbildung teil. Folgende Lizenzen können nach erfolgreicher Teilnahme erworben werden:

  • Fachübungsleiter-Ausweis
  • Trainerschein C-Breitensport DFB

Die Ausbildung wird 2011 mit dem Erwerb der Lizenzen abgeschlossen.

Organisatoren

Die Organisatoren der Trainerausbildung während der Vorstellungsrunde am 26.11.2010: Herr Martin Hofmann, 1. Vorstand des ASV Forth, Herr Dr. Hugo Faul Ausbildungsleiter für den Trainerschein (Betreuer U 19 beim 1. FCN) und Michael Friedrich, Jugendleiter des ASV Forth (v.l.n.r.).

 

Teilnehmer

Bereits in der Auftaktveranstaltung am 26. November 2010 beschäftigten sich die Teilnehmer mit den ersten Herausforderungen in Gruppenarbeit.